{"id":2324,"date":"2012-02-22T10:00:46","date_gmt":"2012-02-22T08:00:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.f-sim.de\/?p=2324"},"modified":"2012-02-27T21:26:50","modified_gmt":"2012-02-27T19:26:50","slug":"o-r-b-i-t-studie-1976-1978","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.f-sim.de\/?p=2324","title":{"rendered":"O.R.B.I.T.-Studie 1976-1978"},"content":{"rendered":"<p>Im Auftrag des Bundesministers f\u00fcr Forschung und Technologie wurde am <a href=\"http:\/\/www.porsche.com\/germany\/dialog\/n90\/contactandinformations-locations\/locations-porscheag\/locationsporscheag-weissach\/\" title=\"Entwicklunszentrum Porsch AG\" target=\"_blank\">Entwicklungszentrum Weissach<\/a> der Dr. Ing. h.c. F. Porsche Aktiengesellschaft unter Mitwirkung der WIBERA Wirtschaftsberatung AG mit Sitz in D\u00fcsseldorf eine <em>Grundlagenuntersuchung f\u00fcr die Entwicklung verbesserter Feuerwehrfahrzeuge zur Optimierung der Leistungsf\u00e4higkeit bei der Brandbek\u00e4mpfung und anderer Eins\u00e4tze<\/em> durchgef\u00fchrt. Ziel des in drei Phasen gegliederten Projektes war es, den Berufs- und Freiwilligen Feuerwehren eine neue Fahrzeugfamilie als Nachfolger und Erg\u00e4nzung der zum Zeitpunkt der Studie vorhandenen Einsatzfahrzeuge anzubieten. Unter Beachtung von Kosten und Nutzen sowie bestimmter unab\u00e4nderlicher sachlichen Gegebenheiten sollte die neue Fahrzeugfamilie technische, personelle und organisatorische Verbesserungen im Feuerwehrwesen bieten. Hintergrund des Forschungsauftrages war ein zum damaligen Zeitpunkt auf 3,35 Mrd. DM bezifferter Sachschaden bei Br\u00e4nden und ca. 1.000 Brandopfern pro Jahr in der Bundesrepublik Deutschland.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p>In der ersten Phasen des Projektes sollte eine Bestandsaufnahme und lastenheftartige Konzeptbeschreibung der neuen Fahrzeugfamilie entwickelt werden. In der zweiten und dritten Phase war der Bau eines Prototyp der neuen Fahrzeugfamilie mit anschlie\u00dfender Erprobung zur Erreichung der Serienreife vorgesehen. Mit einer Laufzeit von 22 Monaten endete Phase 1 am 30. Juli 1978. Die Ergebnisse wurden am 21. August 1978 im Entwicklungszentrum der Firma Porsche vorgestellt und die Ergebnisse in einem Bericht im Dezember 1978 ver\u00f6ffentlicht. Nach Vorstellung und Diskussion der Ergebnisse der Definitionsstudie (Phase 1) wurden die Phasen 2 und 3 nach den derzeit vorliegenden Informationen im Anschluss nicht durchgef\u00fchrt.<\/p>\n<p><strong>Phase 1 &#8211; Definitionsstudie<\/strong><\/p>\n<p>Die Definitionsstudie unter der Projektleitung von Herrn Ulrich Betz gliedert sich in acht Kapitel, ein umfangreiches Literaturverzeichnis und einen knapp 200 Seiten starken Anhang. Die Studie sollte dabei nicht bew\u00e4hrte Dinge und sinnvolle Normen verwerfen, sondern bekannte L\u00f6sungen, Kenntnisse und Ideen unter Ber\u00fccksichtigung und Relativierung der sich ergebenden Zielkonflikte mit neuen begr\u00fcndeten L\u00f6sungen verkn\u00fcpfen, um eine homogene und effektive Systeml\u00f6sung zu schaffen.<\/p>\n<p>Zu Beginn (Kapitel 3) wurde daher eine Ist-Stand-Analyse von Organisation, Potential und Einsatz der Feuerwehr vorgenommen. Hierf\u00fcr erfolgte neben einer Literaturrecherche eine bundesweite Fragebogenaktion bei Berufs- und Freiwilligen Feuerwehren, die Auswertung von Einsatz\u00fcbungen unter Realbedingungen und die Untersuchung der feuerwehrtechnischen Standards zum damaligen Zeitpunkt.<\/p>\n<p>Im Anschluss daran wurde das technische Ger\u00e4t der Feuerwehr einer Analyse unterzogen, die Zielfunktionen daraus abgeleitet und die Forderungen an ein optimiertes System aufgestellt (Kapitel 4). <\/p>\n<p>Zur Konkretisierung der abstrakten Ergebnisse der Definition der Zielfunktionen und der Forderungen an ein optimiertes System wurde in Kapitel 5 unter Ber\u00fccksichtigung eines m\u00f6glichst g\u00fcnstigen Kosten-Wirksamkeits-Verh\u00e4ltnisses ein Feuerwehrsystem zur<\/p>\n<ul>\n<li><strong>O<\/strong>ptimierten<\/li>\n<li><strong>R<\/strong>ettung<\/li>\n<li><strong>B<\/strong>randbek\u00e4mpfung und<\/li>\n<li><strong>I<\/strong>ntegrierten<\/li>\n<li><strong>T<\/strong>echnischen Hilfeleistung<\/li>\n<\/ul>\n<p>entwickelt. <\/p>\n<p>Basisfahrzeug mit Hubrettungseinheit und Erg\u00e4nzungseinheit (Tafel II, S. 602):<br \/>\n<center><a href=\"https:\/\/www.f-sim.de\/?attachment_id=2400\" rel=\"attachment wp-att-2400\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" src=\"https:\/\/www.f-sim.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Basisfahrzeug_Ergaenzungseinheiten-300x217.png\" alt=\"\" title=\"Basisfahrzeug mit Erg\u00e4nzungseinheiten\" width=\"300\" height=\"217\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-2400\" srcset=\"https:\/\/www.f-sim.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Basisfahrzeug_Ergaenzungseinheiten-300x217.png 300w, https:\/\/www.f-sim.de\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Basisfahrzeug_Ergaenzungseinheiten.png 418w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/center><\/p>\n<p>F\u00fcr die Konzeption eines Transportsystems wurde in einer ersten Stufe eine optimale L\u00f6schzugst\u00e4rke f\u00fcr ein bestimmtes &#8222;kritisches&#8220; Einsatzereignis definiert. In einer zweiten Stufe wurde untersucht, welche organisatorisch-taktischen Ma\u00dfnahmen die Sicherheit einer Gemeinde erh\u00f6hen k\u00f6nnen. Im Anschluss daran wurde in einer dritten Stufe eine Auswahl der technologischen Komponenten getroffen, die auch unter Kostengesichtspunkten als realisierbar f\u00fcr die Aufgabe erschienen. Im Anschluss erfolgte die Bestimmung der Anzahl der taktischen Feuerwehreinheiten, die f\u00fcr die Sicherheit einer beliebig gro\u00dfen Gemeinde als notwendig erschienen.<\/p>\n<p>Die Einsatzm\u00f6glichkeiten des in Kapitel 5 definierten Systems wurden in Kapitel 6 anhand spezieller Einsatzbeispiele verdeutlicht.<\/p>\n<p>In Kapitel 7 erfolgte der Versuch, eine Nutzen-Kosten- und eine Kosten-Wirksamkeits-Analyse f\u00fcr das entwickelte System durchzuf\u00fchren. Hierzu wurde das existierende konventionelle System gegen\u00fcbergestellt. Die Autoren kamen zu dem Ergebnis, dass f\u00fcr das neu entwickelte System die j\u00e4hrlichen Aufwendungen niedriger sind und die Leistung des optional in drei taktische Einheiten teilbaren L\u00f6schzuges gegen\u00fcber einem herk\u00f6mmlichen L\u00f6schzuges eine qualitative Verbesserung und eine quantitative Erh\u00f6hung der Sicherheit bei verst\u00e4rkter Leistungsbereitschaft darstellt. <\/p>\n<p>Eine abschlie\u00dfende lastenheftartige Beschreibung des O.R.B.I.T.-Systems erfolgte in Kapitel 8.<\/p>\n<p><strong><em>Ausblick<\/em><\/strong><br \/>\nNach Beschreibung des Aufbaus und kurzer Zusammenfassung der Definitionsstudie wird im n\u00e4chsten <a href=\"https:\/\/www.f-sim.de\/?p=2341\" title=\"O.R.B.I.T.-Studie 1976-1978 \u2013 Teil II\">Blog-Beitrag<\/a> der Frage nachgegangen, in welchem Zusammenhang die in der AGBF-Empfehlung aus der O.R.B.I.T.-Studie entnommene Abbildung steht und welches kritische Schadensereignis zur Leistungsbeschreibung des O.R.B.I.T.-Feuerwehrsystems herangezogen wurde.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Im Auftrag des Bundesministers f\u00fcr Forschung und Technologie wurde am Entwicklungszentrum Weissach der Dr. Ing. h.c. 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