{"id":3169,"date":"2012-09-24T09:00:47","date_gmt":"2012-09-24T07:00:47","guid":{"rendered":"http:\/\/www.f-sim.de\/?p=3169"},"modified":"2012-09-23T21:10:26","modified_gmt":"2012-09-23T19:10:26","slug":"bestandschutz-von-nachweisen-und-masnahmen-auf-der-basis-von-brandsimulationen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.f-sim.de\/?p=3169","title":{"rendered":"Bestandschutz von Nachweisen und Ma\u00dfnahmen auf der Basis von Brandsimulationen?"},"content":{"rendered":"<p>In der Ausgabe 2\/2012 des Fachmagazins <a href=\"http:\/\/vds.de\/de\/bildungszentrum-verlag\/vds-verlag\/fachmagazin-s-s-report\/aktuelles-heft\/\" title=\"s+s report - Aktuelles heft\" target=\"_blank\"><em>s+s report<\/em><\/a> beleuchtet Dipl.-Ing. Udo Kirchner von der Sachverst\u00e4ndigenpartnerschaft <a href=\"http:\/\/www.hk-brandschutz.de\" title=\"Sachverst\u00e4ndigenpartnerschaft HALFKANN+KIRCHNER\" target=\"_blank\">HALFKANN+KIRCHNER<\/a> die Frage, ob bzw. inwieweit die Verwendung von Methoden des Brandschutzingenieurwesens eine dauerhafte, nachhaltige Nutzung eines auf derartiger Basis genehmigten Geb\u00e4udes gew\u00e4hrleisten kann oder ob gar Einschr\u00e4nkungen, Risiken gegen\u00fcber einer Standard-Genehmgiung ohne den Einsatz von Methoden des Brandschutzingenieurwesens ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p><!--more--><\/p>\n<p>In Bezug auf das Anpassungsverlangen bei bestehenden Geb\u00e4uden hei\u00dft es in einzelnen Landesbauordnungen sinngem\u00e4\u00df: <\/p>\n<blockquote><p>Ist es wegen der Sicherheit f\u00fcr Leben und Gesundheit erforderlich, kann bei rechtm\u00e4\u00dfig bestehenden baulichen Anlagen gefordert werden, dass sie den g\u00fcltigen Vorschriften der Bauordnung angepasst werden. Sofern wesentliche \u00c4nderungen mit einem konstruktiven Zusammenhang vorgesehen sind und die den daraus resultierenden Mehrkosten dem Bauherrn zumutbar sind, ist eine Anpassung an heutige Vorschriften erforderlich.<\/p><\/blockquote>\n<p>Anhand von zwei F\u00e4llen aus der Praxis zeigt der Autor die Unterschiede zwischen der im Bestand vorhandenen Nutzung und der zuk\u00fcnftig geplanten Verwendung des jweiligen Bauwerkes. Hierbei wird in einem Fall auf den Unterschied zwischen Zonen- und Feldmodellen verwiesen, der als Beispiel f\u00fcr m\u00f6gliche Fragestellungen aufgef\u00fchrt wird, die zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt aufgrund der Weiterentwicklung der einzelnen angewendeten Methoden auftreten k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>An dieser Stelle ist anzumerken, dass nicht allein die Weiterentwicklung der einzelnen Methoden bestimmte Fragen hervorrufen k\u00f6nnen. Es ist eher von Bedeutung, warum das jeweilige (Simulations-)Werkzeug eingesetzt wurde und ob es zum Zeitpunkt der Anwendung f\u00fcr den zu untersuchenden Fall geeignet war. Zonen- und Feldmodelle k\u00f6nnen auch zuk\u00fcnftig gleichwertig eingesetzt werden, es kommt prim\u00e4r auf die Fragestellung und den Anwendungsrahmen an. Dieses bereits heute wesentliche Kriterium wird auch zuk\u00fcnftig unvoreingenommen als Anforderung an den Anwender und seine T\u00e4tigkeit gestellt.<\/p>\n<p><strong>Anforderungen an die Dokumentation<\/strong><br \/>\nIn seiner Zusammenfassung kommt der Autor zum Schluss, das bereits heute im Rahmen einer ganzheitlichen brandschutztechnischen Betrachtung s\u00e4mtliche Einflussparameter und die Zuverl\u00e4ssigkeit der Brandsimulationen h\u00f6heren Anforderungen gen\u00fcgen m\u00fcssen. F\u00fcr eine sp\u00e4tere Nachpr\u00fcfbarkeit kommt daher einer umfangreichen und aussagekr\u00e4ftigen Dokumentation der Schutzziel\u00fcberlegungen, der Vorgehensweise sowie der Eingabe- und Ausgabeparameter eine hohe Bedeutung zu. Dies bietet nach Aussage des Autors die Chance, die neue Situation\/ Nutzung ingenieurm\u00e4\u00dfig zu beurteilen, etwaige Unterschiede zum Bestand und der damaligen Beurteilungsgrundlage gezielt herauszuarbeiten und f\u00fcr die zuk\u00fcnftige Nutzung notwendige Ma\u00dfnahmen zu definieren. Die \u00dcberlegungen des Bestandschutzes stehen nach Meinung von Dipl.-Ing. Kirchner somit einer weiteren Verwendung und Verbreitung von Methoden des Brandschutzingenieurwesens nicht entgegen.<\/p>\n<p><strong>Beispiel f\u00fcr eine universale Prozesskette und Qualit\u00e4tssicherung<\/strong><br \/>\nDie Formulierung und Anforderung an die Dokumentation von Nachweisen und Ma\u00dfnahmen auf der Basis von Brandsimulation des Autors kann und muss unterstrichen werden. Die Dokumentation sollte nicht nur zuk\u00fcnftigen Generationen von Ingenieuren dienen, sondern auch Dritten bei der Nachvollziehung und Beurteilung der Nachweise dienen. Bereits heute zeigt das <a href=\"http:\/\/www.ssi-schweiz.ch\/PDF\/2009-1sp.pdf?phpMyAdmin=CRRp4T9yYKFSy1J3c9dNOSVLzM7\" title=\"SSI Spezial 1\/2009\" target=\"_blank\">SSI Spezial 1\/2009<\/a> der <a href=\"http:\/\/www.ssi-schweiz.ch\" title=\"SSI Schweiz\" target=\"_blank\">Schweizerischen Vereinigung unabh\u00e4ngiger Sicherheitsingenieure und -berater<\/a> einen m\u00f6glichen Weg der ganzheitlichen Betrachung im Rahmen der Brandschutzkonzeption auf. Insbesondere der dargestellte Prozess (<em>Abschnitt 7 &#8211; Prozesskettte und Qualit\u00e4tssicherung im Rahmen eines Entrauchungsnachweises<\/em>) kann als zeitlos angesehen werden. Er ist frei von starren Vorgaben in Bezug auf konkrete Vorgaben f\u00fcr Randbedingungen und Grenzwerte. Eine Anpassung und Konkretisierung der quantitativen Schutzziele ist durch die Trennung von Prozess und quantitativen Vorgaben im SSI Spezial jederzeit m\u00f6glich, ohne den eigentlichen Ablauf eines Nachweises zu ver\u00e4ndern. In dieser Form ist ein Nachweis auch f\u00fcr Dritte und zu einem sp\u00e4teren Zeitpunkt nachvollziehbar.<\/p>\n<p><strong>Ausblick und Chancen<\/strong><br \/>\nEs w\u00e4re w\u00fcnschenswert, wenn der vom SSI vorgestellte Prozess auch in Deutschland mehr und mehr angewendet werden w\u00fcrde. Eine Ber\u00fccksichtigung im Zuge der derzeit laufenden vielf\u00e4ltigen Normungsarbeiten w\u00e4re zu begr\u00fc\u00dfen. Ebenso sollte dies auch bei der Erstellung und Erarbeitung von m\u00f6glichen Leitfaden Beachtung finden. Ein klarer und einfacher Prozess hilft dar\u00fcber hinaus Vorbehalte gegen die Anwendung von Methoden des Brandschutzingenieurwesens abzubauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In der Ausgabe 2\/2012 des Fachmagazins s+s report beleuchtet Dipl.-Ing. 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