{"id":5572,"date":"2015-05-31T15:39:10","date_gmt":"2015-05-31T13:39:10","guid":{"rendered":"http:\/\/www.f-sim.de\/?p=5572"},"modified":"2015-05-31T15:39:10","modified_gmt":"2015-05-31T13:39:10","slug":"toxische-wirkung-von-brandgasen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.f-sim.de\/?p=5572","title":{"rendered":"Toxische Wirkung von Brandgasen"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr den Nachweis der Personensicherheit stehen verschiedene Kriterien zur Verf\u00fcgung. In Nachweisverfahren, in denen die Rauchgasanteile in der raucharmen Schicht ermittelt werden, soll meist die Qualit\u00e4t des gew\u00e4hlten Entrauchungskonzeptes durch Verd\u00fcnnung des Rauches gezeigt werden. Hierbei k\u00f6nnen verschiedene Verfahren zum Einsatz kommen.<br \/>\n<!--more--><\/p>\n<p><strong>Nachweiskriterien<\/strong><\/p>\n<p>Die Rauchverd\u00fcnnung kann einerseits durch die Bewertung der <em>optischen Dichte pro Wegl\u00e4nge<\/em> oder die <em>Erkennungsweite<\/em> beurteilt werden. Immer h\u00e4ufiger findet man in Brandschutzkonzepten die Bewertung der Toxizit\u00e4t der Brandgase des Bemessungsbrandes. Die Toxizit\u00e4t wird hierbei an Hand von physikalischen, chemischen und physiologischen Aspekten ermittelt. Die Autoren des Leitfadens <em>Ingenieurmethoden des Brandschutzes<\/em> geben den Hinweis, dass &#8222;<em>das einfache Ersetzen von konservativen Kriterien wie der raucharmen Schichth\u00f6he durch Toxizit\u00e4tsnachweise zu einer Herabsetzung des Sicherheitsniveaus f\u00fchren [w\u00fcrden].<\/em>&#8220; (S. 247). Aus ihrer Sicht liegt der Vorteil von Nachweisen mit Bewertungen der Toxizit\u00e4t darein, dass sie aufgrund der Ber\u00fccksichtigung von verschiedenen Aspekten am Besten zur Quantifizierung des Risikos geeignet sind. Im Bereich des Brandschutzes steckt man mit seinen Werkzeugen dabei noch in den Kinderschuhen. Man darf gespannt sein, wann die bisher subjektiven (Bauch-)Einsch\u00e4tzungen zur Quantifizierung des Risikos durch ein geeignetes und anerkanntes Verfahren ersetzt bzw. abgel\u00f6st werden.<\/p>\n<p><strong>Auswirkung von toxischen Gasen<\/strong><\/p>\n<p>Neben den thermischen Einwirkungen durch W\u00e4rmestrahlung und Konvektion wird die Handlungsf\u00e4higkeit von Menschen und Tieren durch die bei einem Brand entstehenden Gase beeinflusst. Zur Bestimmung der Dauer bis zum Eintreten der Handlungsunf\u00e4higkeit wird h\u00e4ufig auf die &#8222;Fractional Effective Dose&#8220; (FED) Methode nach Purser, ISO 13571 und ISO\/TR 9122-5 verwiesen, die die in Abh\u00e4ngigkeit der Qualit\u00e4t der Verbrennung am h\u00e4ufigsten entstehenden Gase Kohlenmonoxid (CO), Cyanwasserstoff (HCN) und Kohlendioxid (CO<sub>2<\/sub>) ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p><strong>Bestimmung der Fractional Effective Dose (FED) mit FDS<\/strong><\/p>\n<p>Die Berechnung dieser Methode in den bekannten Simulationsprogrammen ist unterschiedlich ausgepr\u00e4gt bzw. umgesetzt. Mit Revision (SVN) <a href=\"https:\/\/code.google.com\/p\/fds-smv\/source\/detail?r=22744\" target=\"_blank\">SVN 22744<\/a> besteht nun um Programm <a href=\"http:\/\/www.fds-smv.net\" target=\"_blank\">Fire Dynamics Simulator<\/a> die M\u00f6glichkeit, die in einzelnen L\u00e4ndern bestehenden Anforderungen zu Berechnung der Fractional Effective Dose zu ber\u00fccksichtigen. F\u00fcr die Durchf\u00fchrung von Nachweisen, die die Toxizit\u00e4t von Brandgasen betrachten, bedeutet dies, dass neben der Modellierung der Stofffreisetzung eines Brandes auch die Art der Ermittlung des FED-Wertes von Bedeutung und dies entsprechend f\u00fcr eine sp\u00e4tere Nachvollziehbarkeit zu dokumentieren ist.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr den Nachweis der Personensicherheit stehen verschiedene Kriterien zur Verf\u00fcgung. 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