FDS 6.6.0 veröffentlicht

Fire Dynamics Simulator und Smokeview wurden in der Version 6.6.0 als „Pre-release“ veröffentlicht. Während Smokeview im Wesentlichen Fehlerkorrekturen mitbringt, enthalten die Release Notes zu FDS in der neuen Version eine ganze Reihe Neuigkeiten.

Unter anderem wurde der Löser zur Simulation der Verdunstung von Tröpfchen signifikant verbessert, über den Parameter EXTINCTION_MODEL="EXTINCTION 3" kann jetzt ein 2-Schritte-Modell zur Produktion von CO genutzt werden, der neue Befehl &WIND bietet mehr Möglichkeiten von meteorologischen Windprofilen, mit &PRES SOLVER = "GLMAT" wurde ein neuer Drucklöser im Beta-Stadium implementiert, die Funktion HT3D zur dreidimensionalen Simulation der Temperaturausbreitung in Bauteilen funktioniert jetzt auch verteilt auf mehrere Berechnungsgebiete, über den Parameter NEAR_WALL_TURBULENCE_MODEL können jetzt verschiedene Wand-Modelle genutzt werden und die Z-Achse von Berechnungsgebieten darf jetzt auch negative Werte annehmen. Die neuen Funktionen sind teilweise Meilensteine auf dem Weg zu zukünftigen FDS-Versionen.

So dient der neue direkte Drucklöser potentiell der Behebung alter Probleme an den Schnittflächen von Berechnungsgebieten. Hierzu nutzen die FDS-Entwickler keine Neuentwicklung sondern greifen auf Intels Parallel Direct Sparse Solver for Clusters Interface zu.

Zur Parallelisierung über mehrere Rechner nutzt FDS ab Version 6.6.0 unter Linux nicht mehr OpenMPI sondern Intels MPI-Implementierung. Als Grund geben die Entwickler leicht höhere Geschwindigkeiten an.

Der Status als „Pre-Release“ spiegelt sich nicht im für FDS und Smokeview genutzten Versionsschema wieder, sondern basiert auf GitHubs Versionsschema und soll Releases als „nicht fertig für die produktive Anwendung“ kennzeichnen. Wahrscheinlich bezieht sich dieser Status auf den Drucklöser und Intels MPI-Implementierung, zu denen sich die Entwickler ausdrücklich Feedback wünschen.

FDS und Smokeview stehen in Version 6.6.0 für Linux, MacOS und Windows zum Download bereit.

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