Kinect hilft Personenstrommodelle zu verbessern

Die Modellierung der Bewegungen von größeren Menschenmengen beruht unter anderem auf Beobachtungen von Personenströmen in verschiedenen Bereichen (z.B. Engstellen, Kreuzungen, o.ä.). Bereits Predtetschenski und Milinski beobachteten Personenströme mittels Fotoaufnahmen, die später der Zählung und Bildung von Gesetzmäßigkeiten dienten. Ungeachtet der aktuellen Berichterstattungen rund um kleinere und größere Bauvorhaben in Deutschland und dem dadurch vielleicht entstandenen Eindruck, dass computerbasierte Personenstromanalysen Hexenwerk ist, möchten wir an dieser Stelle auf einen vor Kurzem erschienenen Artikel auf arXiv.org hinweisen.

Der Fortschritt im Bereich der Videotechnologie ermöglicht bereits heute eine bessere Zählung und Auswertung von Personenbewegungen. Dies dient beispielsweise der Weiterentwicklung von bestehenden Modellen und Programmen, die heute schon zur Beurteilung von Personenströmen eingesetzt werden. Die genaue Ermittlung der Personenbewegungen in größeren Menschenmengen stellt (noch) ein Problem dar. Wissenschaftler des Austrian Institute of Technology (AIT) und des Massachusetts Institute of Technology (MIT) zeigen in einem aktuell erschienenen Preprint (1210.2838) für die Fachzeitschrift Transportation Research C, wie man Personenströme mit Hilfe des Produktes Kinect aus dem Hause Microsoft erfassen und mit Hilfe der gewonnenen 3D-Daten besser auswerten kann. Die im Zuge der Arbeit der Wissenschaftler ermittelten Daten dienten im Anschluss der Kalibrierung von drei Varianten des sogenannten Social Force Modells. Die Ergebnisse der anschließenden Simulationen zeigen, dass die Weiterentwicklung mittels der gewonnenen Daten eine bessere mikroskopische Personenstromsimulation ermöglicht.

Bibliography

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